Zeitformen für die Aufnahme von Protokollen

Im Zusammenhang mit Protokollen taucht immer wieder die Frage nach der richtigen Zeitform auf. Die Antwort ist einfach. Protokolltexte werden immer im Präsens erstellt. Das erzeugt beim Leser den Eindruck, unmittelbar an der Sitzung teilzunehmen. Der Gebrauch des Präsens unterstreicht zudem den dokumentarischen Charakter des Protokolls.

Direkte Rede bei wörtlichen Protokollen

Bei wörtlichen Protokollen verwenden Sie die direkte Rede. Die direkte Rede schreiben Sie im Indikativ. Das heißt, Sie schreiben eins zu eins auf, was der Redner sagt. Zum Beispiel:

  • Herr Huber: „Die Speditionsabteilung muss unbedingt ihre Qualitätskontrollen verbessern.“

Bei anderen Protokollarten gilt die direkte Rede für die Wiedergabe von Anträgen und Beschlüssen.


Meine Empfehlung


Hotel- und Flugsuche direkt bei Google

Wussten Sie, dass Sie direkt bei Google nach einem Hotel suchen können? – Rufen Sie Google Maps auf und geben Sie in die Suchmaske beispielsweise „Hotels in Frankfurt“ ein. Google wird seinen Stadtplan mit den Standorten der eingetragenen Hotels ergänzen und Ihnen die Links zu den Webseiten der Hotels mit Bild anzeigen.
Experten munkeln gar, dass Hotelzimmer in nicht allzu ferner Zeit via Google gebucht werden könnten. Ähnliche Pläne verfolge Google im Hinblick auf Flüge. In den USA jedenfalls sei die Suche nach Flügen und Flugpreisen via Google bereits möglich. Erst beim Buchungsprozess werde auf die jeweilige Airline verlinkt. 

Indirekte Rede bei nicht wörtlichen Protokollen

Bei nicht wörtlichen Protokollen verwenden Sie grundsätzlich die indirekte Rede. Mit der indirekten Rede machen Sie deutlich, dass es sich beim Geschriebenen nicht um Ihre eigenen Ansichten handelt, sondern dass hier die Meinung einer anderen Person wiedergegeben wird. Zum Beispiel:

  • Herr Huber verlangt, dass die Speditionsabteilung unbedingt ihre Qualitätskontrollen verbessern müsse.

Bei der indirekten Rede erscheint die Wiedergabe der Aussage im Nebensatz. Als Zeitform wählen Sie hier den Konjunktiv I. Bei gewissen Verben sind die Formen von Indikativ und Konjunktiv I identisch (wie beim Verb „haben“). Dann wird der Konjunktiv II verwendet:

  • Indikativ: Herr Meyer: Wir haben großen Erfolg mit der neuen Strategie.
  • Konjunktiv I: Herr Meyer beteuert, sie haben großen Erfolg mit der neuen Strategie.
  • Konjunktiv II: Herr Meyer beteuert, sie hätten großen Erfolg mit der neuen Strategie.

Wenn Sie unsicher sind, wie Sie die korrekte Form bilden, dann können Sie notfalls auf die „würde“-Form ausweichen.

  • „würde“-Form: Herr Meyer beteuert, sie würden großen Erfolg mit der neuen Strategie haben. 

Gedanken zum Schluss


Klingt logisch, oder?

Liebe Leserin, lieber Leser,

Durchdachte Logik ist eine Fähigkeit, die wir in unserer vernetzten Welt kaum üben. Wir leben im Zeitalter der Intuition. Unzählige Seminarangebote und Bücher werden an uns herangetragen mit Ratschlägen, wie wir unsere rechte Hirnhälfte besser nutzen können. Jene Hirnhälfte also, der die Kreativität, die Intuition und die Fähigkeit zum Querdenken zugeschrieben wird. Ein Logik-Training begegnet uns dabei selten. Denn mit Logik lässt sich im heutigen Alltag kaum noch brillieren. Und abgesehen davon, nimmt uns das ja sowieso der Computer ab. – Verkümmert darüber unser logisches Denken? – Von Pythagoras ist folgende Aussage überliefert: „Die ältesten und kürzesten Wörter «ja» und «nein» erfordern das stärkste Nachdenken.“ – Aber Nachdenken, sind wir dazu überhaupt noch in der Lage? – Hier zur Abwechslung einmal ein Tipp, wie Sie Ihre linke Hirnhälfte trainieren können: Drehen Sie „Sekretärinnen SERVICE“ kurzerhand vor sich auf den Kopf und lesen Sie diesen Text so rasch wie möglich umgekehrt von rechts nach links und von unten nach oben

Ist Ihnen das Experiment leicht gefallen? – Lassen Sie nicht locker! Übung macht den Meister.

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