Versenden Sie nur erwünschte E-Mails!

Haben Sie die Testfragen auf Seite 3 zum Thema „Onlinekommunikation“ beantwortet? – Dann sind Sie dort auf den Begriff des „Permission Marketing“ gestoßen. Permission Marketing bedeutet Verzicht auf den Versand unerwünschter Werbung. Wenn Sie elektronische Werbemails oder Newsletters verschicken, dann sollten Sie die Regeln kennen.


Das steckt dahinter


Einfaches Opt-In
Beim einfachen Opt-in ist eine Eingabemöglichkeit für eine E-Mail-Adresse vorhanden. Hier kann sich der Empfänger anmelden. Allerdings besteht die Gefahr, dass E-Mail-Adressen falsch oder Daten dritter Personen eingegeben werden.

Opt-out
Mit dem Opt-out-Verfahren erhält der Empfänger mit dem ersten Mailing die Möglichkeit, sich aus der Verteilerliste wieder entfernen zu lassen.
Da solche automatischen oder missbräuchlichen Einträge immer wieder zu Ärger führen, wurde das verbesserte Verfahren „Double-Opt-in“ entwickelt, das zwar gesetzlich nicht verpflichtend ist, aber aus den genannten Gründen immer häufiger von der Rechtsprechung gefordert wird.

Double Opt-in
Der Interessent gibt seine Einwilligung über Ihre Website. Sie als werbendes Unternehmen versenden eine Bestätigungs-E-Mail mit einem Hyperlink, den der Interessent anklicken muss. Erst dann wird die Registrierung wirksam. Ein unfreiwillig eingetragener Kontakt kann sich vor der Aufnahme in die Verteilerliste schützen, indem er auf die Bestätigungsanfrage nicht reagiert. Dieses Verfahren hat sich mittlerweile im Direktmarketing durchgesetzt und wird vom Deutschen Dialogmarketing Verband (DDV) empfohlen. 

Um zu verhindern, dass Empfänger mit unerwünschten E-Mails vergrault werden, hat sich in der Direktmarketing- Branche das sogenannte Optin-Prinzip als Standard etabliert, bei dem der Empfänger Werbekontaktaufnahmen vorher explizit bestätigen muss. Dies im Gegensatz zum – in vielen Fällen rechtlich unzulässigen – „Opt-out-Verfahren“, bei dem der Empfänger nur die Wahl hat, sich wieder abzumelden, nachdem er ein unerwünschtes E-Mailing erhalten hat. Für ein Newsletter an bestehende Kunden mag das Opt-out-Verfahren ausreichen. Ganz bestimmt aber nicht für ein Werbemail an fremde Adressen, die in einem völlig anderen Zusammenhang gesammelt worden sind. 


Quote


Gehen Sie achtsam um mit der Zeit – sowohl mit der Zeit Ihrer Kunden wie auch mit Ihrer eigenen. Ein Zitat von Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799) bringt es auf den Punkt:
„Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat. 


Gedanken zum Schluss


Spam aus der Dose

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Wort „Spam“ weckt Aversionen. Wir alle ärgern uns darüber und unternehmen so einiges, damit die unerwünschten E-Mails direkt im Spamfilter hängen bleiben.
Das Kürzel „Spam“ steht in England auf Konservendosen und bedeutet „Spiced Pork and Ham“. Nur was hat Dosenfleisch mit der unerwünschten E-Mail-Flut in Ihrem Posteingang zu tun?
Der Begriff „Spam“ wurde 1970 geprägt, als es noch gar keine E-Mails gab. Damals machte ein Sketch von Monty Python mit dem Titel „Spam“ Furore: Zwei Besucher im Schnellimbiss fragen nach dem Menu. Die Frau an der Theke zählt auf: We have „Bacon with Spam“, „Eggs, Bacon and Spam“, „Spam, Spam and Spam“ und so fort, bis der verzweifelte Gast am Tisch schreit „Haven’t you got anything without Spam in it. – I don’t like Spam!!!“. So geht es hin und her bis schließlich alle Gäste im Chor „Spam“ grölen. Den Sketch können Sie übrigens auf youtube. com ansehen. Geben Sie einfach „Monty Python“ und „Spam“ als Suchbegriffe ein.
Vielleicht eignet sich der Sketch für den nächsten Smalltalk … 

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