Sie gleich Du: Das Sie in Hamburg

Sie gleich Du: Das Sie in Hamburg Stellen Sie sich vor, Sie müssten das Protokoll zu einer Besprechung zwischen Ihrem Chef, dem Marketingleiter und einer Delegation Ihres amerikanischen Vertriebspartners schreiben.

Da kommt der erste Gast locker auf Sie zu „Hi, how are you, I‘m John.“ Sie sind kurz irritiert, fangen sich aber schnell und antworten: „Pleased to meet you, John. My name is Sonja. I am the personal assistant to Mr. Schultze.” Schließlich wissen Sie, dass man im englischsprachigen Raum sehr schnell dazu übergeht, sich beim Vornamen zu nennen. Was Ihren Gästen aus Amerika jedoch nicht bewusst ist: In Ihrer Firma herrscht eine Sie-Kultur.

Sie beobachten also gespannt, wie es weitergeht, und staunen nicht schlecht: Während der in Englisch gehaltenen Besprechung und der Betriebsführung sprechen sich Ihr Chef und der Marketingleiter wie selbstverständlich mit Vornamen an. Kaum haben sich die ausländischen Gäste verabschiedet, sind die beiden – wie auch mit Ihnen – wieder per Sie. Eine absurde, doch häufig anzutreffende Geschichte!


Meine Empfehlung


Haben Sie schon ähnliche Situationen erlebt? Dann empfehlen wir, in Ihrer Firma als elegante Lösung das „Hamburger Sie“ einzuführen. Die Gesprächspartner sprechen sich zwar mit Vornamen an, jedoch in der Höflichkeitsform. Das „Hamburger Sie“ ist eine stilvolle Alternative, wenn Sie mit Partnern aus Ländern mit Vornamenkultur zu tun haben, und dabei die professionelle Distanz im eigenen Unternehmen wahren wollen. – Sprechen Sie Ihren Chef doch einmal auf diese Möglichkeit an! 

Total 0 Votes
0

Tell us how can we improve this post?

+ = Verify Human or Spambot ?