Entscheidungsmethoden

Verschiedene Entscheidungssituationen erfordern verschiedene Entscheidungsmethoden. Es kommt schon darauf an, ob Sie sich für einen neuen Kopierer oder einen Lebenspartner entscheiden.

Entscheidungssituationen unterscheiden sich in Tragweite und Komplexität. Bei den nachfolgend aufgeführten Techniken ist für jede Ausgangslage etwas dabei:

Wenn die Wahl zur Qual wird

1. Prinzip „Im Moment für immer“
Manche Menschen fühlen oft Reue, nachdem sie eine Entscheidung getroffen haben, und trauern der Alternative nach. Das Prinzip „Im Moment für immer“ hilft, die getroffene Entscheidung zu genießen.
Vergessen Sie im Moment Ihrer Entscheidung alle Alternativen, die Sie auch noch gehabt hätten! Es ist ein psychologisches Phänomen, dass Sie, wenn Sie Entscheidungen hinterfragen, automatisch unzufriedener mit Ihrer Wahl sind. Ist eine Entscheidung jedoch endgültig und mit vollem Herzen getroffen, sehen Sie sie in einem besseren Licht.

2. Prinzip „Nimm Zwei“
Wenn die Vielzahl an Möglichkeiten bei Alltagsentscheidungen Sie überfordert, dann wählen Sie das Prinzip „Nimm Zwei“. Reduzieren Sie Ihre Auswahl auf maximal zwei Optionen. Wollen Sie zum Beispiel ein Paar Stiefel kaufen, dann setzen Sie sich zum Ziel, nicht mehr als zwei Geschäfte aufzusuchen. Sie erleichtern sich damit die Wahl.

Wenn Ihr Wertekompass keine klare Richtung vorgibt

1. Methode „10-10-10“
Sie sind mit Ihrer aktuellen Situation unzufrieden und möchten etwas ändern. Sie ziehen verschiedene Optionen in Erwägung, sind aber völlig verloren bei der Entscheidung, in welche Richtung Sie gehen wollen.
Bei der Methode 10-10-10 stellen Sie sich die Frage „Welche Bedeutung kommt der anstehenden Entscheidung in zehn Minuten, in zehn Monaten und in zehn Jahren zu?“. Die Beantwortung hilft, den langfristigen Wünschen und Zielen mehr zu gehorchen als den momentanen Ängsten.
Wenn Sie sich diese Frage für jede zur Verfügung stehende Wahlmöglichkeit beantwortet haben, werden Sie wissen, welche Entscheidung am besten dazu beiträgt, ein Leben nach Ihren eigenen Vorstellungen zu schaffen.

2. Methode „Schwanger gehen“
Mit dieser Methode gewinnen Sie vor einer richtungsweisenden Entscheidung Gewissheit. Leben Sie drei bis fünf Tage so, als stünde der Entscheid bereits fest. Beobachten Sie, was diese Vorstellung mit Ihnen macht: Schlafen Sie ruhig? Fühlen Sie sich energiegeladen? Sind sie verkrampft? Notieren Sie Ihre Gedanken, Gefühle, Zweifel und Ängste. Wiederholen Sie die Übung mit der zweiten Option. Vergleichen Sie die Notizen miteinander. Sie werden danach einiges klarer sehen.

Wenn Sie sich zwischen A und B nicht entscheiden können

1. Methode „Gummiband-Modell“
Sie sind unsicher, ob Sie einen angebotenen Job annehmen oder ob Sie Ihre aktuelle Stelle behalten sollen. Bei der Anwendung des Gummiband-Modells fragen Sie sich: „Was zieht mich“ – „Was hält mich?“ Das ist eine Variante des einfachen Abwägens: „Was spricht dafür?“ – „Was spricht dagegen?“ Der Unterschied: „Was hält mich?“ und „Was zieht mich?“ sind positiv formulierte Fragen und entsprechen damit besser einer Situation, in der beide Alternativen reizvoll sind.

2. Methode „Katastrophenfrage“
Wenn es die richtige Entscheidung gar nicht zu geben scheint: Mit der Katastrophenfrage entscheiden Sie sich für das kleinere Übel.
Fragen Sie sich: Welche Entscheidung verursacht den kleinsten Ärger, wenn sie sich als falsch herausstellt? Entscheiden Sie sich für jene Lösung, die im Katastrophenfall am wenigsten Schaden verursacht.

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