Quellen und Qualität

Immer wieder stehen Plagiate im Zentrum der Öffentlichkeit – angefangen bei abgeschriebenen Doktorarbeiten bis hin zu Urheberrechtsverletzungen im Internet. Die Verbreitung digitalisierter Inhalte geht heute so leicht, dass innerhalb kürzester Zeit Quelle und Wahrheitsgehalt nicht mehr auszumachen sind. Es sei denn, die Quellenangabe wird mitgeliefert.

Was bedeutet das für Ihren Büroalltag? – Im Sekretariat verfassen Sie in der Regel keine Werke, die nach dem Urheberrechtsgesetz einer „persönlichen geistigen Schöpfung“ entsprechen. Dennoch sollten Sie auf der Hut sein, wenn Sie Hintergrundinformationen im Internet ergoogeln und für Ihre Arbeit weiterverwenden (z. B. für eine Präsentation). Grundsätzlich dürfen Sie Internetquellen ebenso wenig wie gedruckte Texte ohne Quellenangabe zitieren. Wörtliche Zitate werden in Anführungszeichen gesetzt oder stilistisch hervorgehoben (zum Beispiel kursiv), gefolgt durch die Quellenangabe in Klammern. Die Wiedergabe fremder Inhalte in eigenen Worten kennzeichnen Sie mit einer Fußnote.

Tipps für Internetquellen

Diese Fragen helfen Ihnen, die Qualität eines Inhalts aus dem Netz zu beurteilen.

  • Wer hat die Information veröffentlicht – eine anerkannte Institution, ein Forschungsinstitut, ein unbekannter Webseitenbetreiber?
  • Handelt es sich um eine kommerzielle Website, vertritt der Autor bestimmte Interessen?
  • Wer ist der Autor – ein Journalist, ein bekannter/unbekannter Blogger, eine Person mit akademischem Titel?
  • Wie alt ist die Information, wurde sie überhaupt datiert?

Geben Sie sich nicht mit der erstbesten Information zufrieden, vertrauen Sie nur Informationen von seriösen Anbietern, machen Sie den Plausibilitätstest, vergleichen Sie die Information mit anderen Quellen. Misstrauen Sie allen Informationen, bei denen Sie keine identifizierbaren Autoren ausfindig machen können.

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