Personal-Coaching: Verbreitung, Nutzen und Ausbildungsmöglichkeiten

Einleitung und Überblick

Die Tätigkeitsfelder Business-Coaching oder Personal-Coaching befinden sich auch in Deutschland in einer rasanten Marktentwicklung und die Branche zeigt gerade in den letzten Jahren Bewegung. Die Arbeit als Personal-Coach ist ebenso auf dem Vormarsch wie die Nachfrage durch Kunden und Unternehmen. Dies wirft die Frage nach dem weiteren Potential des Coachings, seinem Nutzen und Tätigkeitsfeldern auf.

Verbreitung des Coachings weltweit und in Deutschland

Einer Studie der International Coach Federation (ICF) aus dem Jahr 2012 zufolge sind weltweit über 47.000 Menschen als professionelle Coaches tätig. Die Dichte der Coaches schwankt hierbei zwischen den Kontinenten, wobei inzwischen knapp 45 % aller Coaches aus Europa stammen. Das Land mit den meisten in diesem Bereich tätigen Personen bleiben die USA mit über 15.000 Coaches. Mit über 21.000 Coaches weist allerdings kein Kontinent so viele auf wie Europa.

Gemäß der Marburger Coaching-Studie von 2013 arbeiten in Deutschland knapp 8.000 Coaches, womit Deutschland inzwischen hinter den USA und Großbritannien den dritten Platz belegt. In Deutschland sind im Wesentlichen Einzelanbieter als Coaches tätig, machen diese doch 59 % des Gesamtmarktes aus.

Nutzen und Marktpotential

Funktion und Aufgaben von Coaches sind vielfältig und schwanken je nach Schwerpunkt. So finden sich beispielsweise Coaches für Lebensberatung, für die persönliche Karriereplanung oder für das Zeitmanagement. Der Beratermarkt bietet hier eine große Auswahl und Weiterbildungen sind auf dem Vormarsch. Diese Möglichkeiten werden nicht nur von bereits tätigen oder angehenden Business-Coaches genutzt, sondern auch von Berufsgruppen wie Lehrern, die Coaching-Techniken für ihre Arbeit nutzbar machen wollen. Der Deutsche Bundesverband Coaching (DBVC) schätzt eine Zahl von knapp 4.000 Coaching-Ausbildungen in Deutschland pro Jahr.

Der „Coach“ stellt hierbei keine geschützte Berufsbezeichnung dar, so dass sich grundsätzlich jeder Coach nennen kann. Umso mehr müssen Coaches durch ihre Leistung überzeugen. Dies und die zunehmende Anzahl von Beratern und Trainern auf dem Markt wirft die Frage nach weiterem Potential der Branche auf. Coaching- und Beratungsinstitute sind dahingehend optimistisch. Die zunehmende Komplexität der globalisierten Business-Welt hält bietet stets neue Herausforderungen, die spezifische Beratung erfordern. Speziell in Zeiten vernetzter Arbeitsstrukturen wird die Beratung in Einzelfällen durch Fachleute immer öfter herangezogen.

Ausbildungsmöglichkeiten

Auch wenn die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, muss sich ein Coach erst qualifizieren und vor allem im Markt etablieren. Die Schätzungen für die Zeitdauer einer gelingenden Etablierung gehen auseinander, wobei der DBVC von drei bis fünf Jahren ausgeht. Wichtig ist es hierbei, zu berücksichtigen, dass der Erfolg auch sehr von bisheriger Arbeitserfahrung und dem Kontaktnetzwerk abhängt. Auch weitere Standbeine sind wichtig, so bieten Coaches oftmals zusätzliche Beratung und Trainings für Unternehmen oder Organisationen an.

Ein oft gewählter Karriereweg hin zum Coaching beginnt mit einem Studium der Psychologie und anschließender Arbeit im betriebspsychologischen Bereich oder in Personalabteilungen von Unternehmen. Nach einigen Jahren der Berufserfahrung und einer Reihe von Weiterbildungsmaßnahmen ist der Übergang in die selbstständige Tätigkeit als Coach möglich. Interessante und höher bezahlte Aufträge durch namhafte Unternehmen sind allerdings erst möglich, nachdem sich ein Coach in diesem zunehmend umkämpften Feld etabliert und sich einen Namen gemacht hat. Ein kontinuierlicher Ausbau des Netzwerkes und die Sammlung wertvoller Referenzen sind daher für angehende Coaches von besonderer Bedeutung.

Ein Angebot einer Fortbildung zum Business Trainier findet sich beim Anbieter KRÖBER Kommunikation. Die Fortbildung schließt zusätzlich zum hauseigenen Zertifikat auch mit dem Steinbeis Hochschul-Zertifikat (Steinbeis Hochschule Berlin) ab.

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