Mit diesen Menschentypen haben Sie’s in Ihrem Arbeitsalltag zu tun

Es gibt immer und überall Kollegen, mit denen man gerne oder weniger gerne zusammenarbeitet. Um sich möglichst kollegial zu verhalten, sollte man versuchen, die einzelnen Personen typologisch einzuordnen. Dann können Sie auch jeder Zeit angemessen reagieren.

1. Typ: Besserwisser

Besserwisser sind meist seit längerer Zeit im Unternehmen beschäftigt und stehen mit klugen Ratschlägen zur Seite. Gerne mischen sie sich überall ein und kommentieren das Geschehen. Dies frustriert die Zuhörer oft, da Besserwisser eben immer alles besser wissen.

Verhaltenstipp: Diplomatischerweise dankt man ihm für die Anregungen. Ein Lob an passender Stelle wirkt ebenfalls wahre Wunder. Kehren Sie dann zum Thema zurück. Allerdings empfiehlt sich diese Taktik nur dann, wenn man von der fachlichen Kompetenz des Kollegen im Prinzip überzeugt ist.

2. Typ: Pessimist

Pessimisten kann man nie etwas recht machen. „Vielleicht“, “besser nicht“, „man kann ja nie wissen“, zählen zu ihren Standardantworten.

Verhaltenstipp: Pessimisten jammern meist permanent und demotivieren die anderen Teammitglieder. Dennoch sollten Sie deren Argumente nicht komplett ignorieren, da Pessimisten manche Probleme erkennen, die andere übersehen.

3. Typ: Intrigant

Intriganten gibt es immer und überall. Oft sind es jene Kolleginnen und Kollegen, die die Karriereleiter erklimmen möchten und sich geschickt mit fremden Lorbeeren schmücken. Sie behalten Wissen, das für alle direkten Kolleginnen und Kollegen wichtig und nützlich wäre für sich und präsentieren sich nach außen äußerst freundlich.

Verhaltenstipp: Gerüchte, die ein Intrigant in Umlauf bringt, machen meist neugierig. Da es aber normalerweise nicht jeden Tag so viele Neuigkeiten gibt, hilft der Intrigant meist mit selbst erfundenen Gerüchten nach. Genau dies ist seine schwache Stelle: Wer dem vermeintlichen Intriganten (und nur diesem) eine selbst erfundene Geschichte mit der Bitte anvertraut, diese Information unbedingt für sich zu behalten, der erkennt schnell, ob dieser geplappert hat. Spätestens dann ist die „undichte Stelle“ in der Firma enttarnt.

4. Typ: Provokateur

Oft möchten provokante Charaktere anders sein als die anderen, was sie durch Kleidung, Einstellung, Auftreten und Ansichten ausstrahlen. Regeln werden gerne ignoriert. Dadurch erzielen diese Mitarbeiter zusätzliche Aufmerksamkeit.

Verhaltenstipp: Am besten ist es, Provokateuren wenig Angriffsfläche zu bieten. Zu den typischen Eigenschaften jener Kollegen zählt es, ständig zu widersprechen. Egal welche Ansicht man vertritt, er lehnt sie vermutlich ab – nicht zuletzt deshalb, weil er gerne das letzte Wort haben will. Daher empfiehlt es sich, sachlich fundiert zu argumentieren. Alternativ können Sie sich (scheinbar) der Meinung des Provokateurs anschließen: Sie suchen das sachlich schwächste Argument des anderen heraus und schließen mit einem „… das sehe ich auch so wie unser Kollege K, denn dann …“ an. Nun gilt es, den vermeintlich wichtigen Grund so vorzutragen, als ob er unglaublich wichtig und wertvoll sei. Ihre anderen Kollegen werden Ihre gezielte Übertreibung sicher merken!

5. Typ: Poser

Poser lassen kaum eine Gelegenheit aus, um sich vorteilhaft zu präsentieren. Sie reden viel, ohne etwas Konkretes von sich zu geben. Alles bleibt unverfänglich. Dennoch beeindrucken sie durch gekonnte Reden, Gespräche oder Vorträge. Sie möchten gerne immer wichtig wirken – was ihnen oft gelingt.

Verhaltenstipp: Da Poser gerne fremde Ideen als ihre eigenen verkaufen, sollte man ihnen möglichst keine wirklich wichtigen Ideen und Gedanken verraten. Vielmehr sollte man derartige Zeitgenossen durch Konsequentes aber diplomatisches Hinterfragen enttarnen (z. B. Kontern Sie beim Satz „Wir wollen uns bei dem Projekt P unbedingt beteiligen …“ mit einem „Wer ist wir?“).

6. Typ: Skrupelloser

Skrupellose kennen kein Mitleid. Sie verfügen meist über eine recht kräftige Stimme. Nicht selten werden sie laut. Allein die Stimme übertönt Zweifler und Bedenkenträger durch die Überzeugungskraft, die sie ausstrahlt. Bereits deshalb gehört ihnen oft das letzte Wort.

Verhaltenstipp: Wer laut kontert, wird meist unhöflich oder auffällig. Dies muss nicht sein. Kaum etwas bringt einen Brüller mehr aus der Ruhe, als wenn der Angebrüllte unbeeindruckt bleibt und (übertrieben) ruhig und sachlich kontert: Beispielsweise mit einem „… offensichtlich sind Sie anderer Meinung. Wie lautet ihr Lösungsvorschlag?“ verschlagen Sie dem Brüller die Sprache.

Die Autorin: Claudia Behrens-Schneider berät und trainiert Sekretärinnen sowie Assistentinnen für die Herausforderungen in ihrem Alltag. 

Total 0 Votes
0

Tell us how can we improve this post?

+ = Verify Human or Spambot ?