Immer mehr Rückenleiden: Risiko durch ergonomischen Arbeitsplatz minimieren

Die Zahlen erscheinen alarmierend: Im ersten Halbjahr 2016 hat der Krankenstand in Deutschland einen neuen Rekord erreicht. 4,4 % der Arbeitnehmer erscheinen krankheitsbedingt nicht auf der Arbeit, wie die Krankenkasse DAK nun ermittelte. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 0,3 Prozentpunkten. Auffällig ist vor allem der Anstieg bei den Rückenleiden, die Zahl der darauf zurückzuführenden Fehltage stieg gar um 13 %. Fachleute sind sich darin einig, dass das falsche Sitzen am Arbeitsplatz eine der Hauptursachen darstellt. Wie lässt sich das Büro ergonomisch einrichten?

„Dynamisches Sitzen“ verhindert einseitige Belastungen

Immer mehr Menschen sitzen die meiste Zeit des Tages – und genau darauf ist der Bewegungsapparat eigentlich nicht ausgerichtet. Mit einigen Maßnahmen lässt sich das Risiko für Beschwerden allerdings deutlich reduzieren. Eine wichtige Grundlage ist ein ergonomischer Bürostuhl, der über eine Stütze für den unteren Rücken (Lordosenstütze) und Armlehnen verfügt. Letztere sind richtig einreguliert, wenn die Ellenbogen im 90°-Winkel gebeugt sind. Ein rechter Winkel ist auch für die Knie zu empfehlen, wenn die Füße auf dem Boden stehen.

Das dynamische Sitzen ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Einige Bürostühle erlauben durch eine flexible Lehne die Änderung der Sitzposition, wodurch einseitige Belastungen verhindert werden können. Dennoch ist es ratsam, zusätzlich ein Stehpult, einen Gymnastikball oder ein Keilkissen anzuschaffen, damit sich die Sitzhaltung noch stärker variieren lässt.

Individuell einstellbare Büromöbel obligatorisch

Auf diese Grundhaltung ausgerichtet werden sollte der Bürotisch, der dafür zwingend höhenverstellbar sein muss. Bei der Suche nach den richtigen Möbeln zeigt sich schnell, dass höhenverstellbare Tische im Möbeldiscounter kaum verfügbar sind – während hochwertige Büromöbel online bei Händlern wie KAISER+KRAFT in großer Auswahl angeboten werden. Die Tischhöhe sollte so eingestellt werden, dass Ober- und Unterarm beim Ablegen auf den Tisch ebenfalls einen 90°-Winkel bilden. Höhenverstellbare Tische bieten zudem den Vorteil, dass zeitweise auch im Stehen gearbeitet werden kann. Weiterhin ist wichtig, dass der Monitor in der richtigen Position und Höhe aufgestellt ist. Der obere Bildschirmrand sollte bei geradem Blick auf Höhe der Augen liegen, weil eine Fokussierung beim Draufschauen von oben nach unten ermüdungsfreier gelingt.

Schwache Beleuchtung kann Kopfschmerzen hervorrufen

Nicht unterschätzt werden darf das Thema Beleuchtung: Schummriges Licht mag gemütlich erscheinen, mindert aber die Konzentration. Insbesondere in den Abendstunden wird dann das „Schlafhormon“ Melatonin ausgeschüttet, wodurch sich die Konzentration verringert. Ideal sind helle und sparsame Rasterleuchten, die mit Leuchtstoffröhren ausgerüstet werden, deren Farbtemperatur rund 10.000 K entspricht. Diese als „reinweiß“ bezeichnete Lichtfarbe ermöglicht beste Rahmenbedingungen für konzentriertes Arbeiten. Weiterhin sollte eine Schreibtischlampe vorhanden sein, die über verschiedene Helligkeitsstufen verfügt und die Arbeitsfläche blend- und flimmerfrei beleuchtet. Eine zu geringe Beleuchtung führt nicht nur zu Müdigkeit, sondern kann auch Kopfschmerzen hervorrufen. Soweit dies möglich ist, sollte natürlich auch das Sonnenlicht genutzt werden. Dafür ist es ratsam, den Monitor seitlich zur Hauptlichtquelle aufzustellen, wobei es sich in der Regel um das Fenster handelt. Dadurch wird verhindert, dass die Sonne einerseits blendet, andererseits aber auf den Monitor scheint und dadurch die Ablesbarkeit verringert.

Am Ende zeigt sich: Durch eine Reihe einfacher Maßnahmen lässt sich das Risiko von Erkrankungen des Bewegungsapparates deutlich verringern. Gleichzeitig verbessern sich Konzentrationsfähigkeit und Produktivität – Grund genug, in hochwertige Büromöbel zu investieren und auch die Mitarbeiter für dieses Thema zu sensibilisieren.

Total 2 Votes
0

Tell us how can we improve this post?

+ = Verify Human or Spambot ?