Gekündigt? – Hinterlassen Sie einen guten letzten Eindruck!

Wer gekündigt hat – und sei dies auch nur innerlich – tut sich plötzlich schwer mit der Arbeitsmotivation. Stattdessen schwebt man gedanklich bereits in der Zukunft. Doch aufgepasst! Manch einer hat es noch in den letzten Wochen vor dem letzten Arbeitstag geschafft, sein bisher gutes Einvernehmen mit dem Arbeitgeber zu verscherzen. Das muss nicht sein. 

Wir wissen, dass der letzte Eindruck einer Person die Erinnerung prägt. War es ein erfreuliches Erlebnis, oder hinterlässt die letzte Begegnung einen bitteren Nachgeschmack? Sie haben es selbst in der Hand, woran Ihre Kolleginnen und Kollegen und Ihre Vorgesetzten sich erinnern, wenn sie an Sie denken. Selbst dann, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen, weil einiges nicht wunschgemäß gelaufen ist, ist es für Sie wichtig, den bleibenden Eindruck ganz bewusst mitzugestalten. In den Wochen nach der Kündigung bietet sich Ihnen die letzte Gelegenheit, nochmals positiv aufzufallen,

  • indem Sie widerfahrene Ungerechtigkeit weder nachtragen noch heimzahlen.
  • indem Sie bis zum Schluss einen freundlichen Umgangston mit allen pflegen.
  • indem Sie sich nicht zurückziehen, sondern gerade jetzt aktiv auf Ihre Kollegen zugehen.
  • indem Sie Ihre Hilfe anbieten bei Projekten, die Sie bereits aus der Hand gegeben haben. 
  • indem Sie Ihren Arbeitsplatz so instand setzen, wie Sie ihn selbst anzutreffen wünschen, wenn Sie bei einer Firma neu anfangen.
  • indem Sie angefangene Arbeiten zu Ende führen oder an eine Person delegieren, der Sie alles noch ausführlich erklären können. 
  • indem Sie Ihre Arbeitsabläufe dokumentieren.
  • indem Sie Ihr Fachwissen dokumentieren und Ihrer Nachfolge zugänglich machen.
  • indem Sie Ihrem Vorgesetzten mitteilen und auflisten, was Sie für Ihre Nachfolge vorbereitet haben.
  • indem Sie anbieten, dass Ihre Nachfolgerin Sie nach Ihrem Weggang im Notfall anrufen darf.

Zitat


„Jede Arbeit ist ein Selbstporträt jener Person, die diese Arbeit getan hat.“

(Karl Pilsl)

Verschwinden Sie nicht einfach sang- und klanglos

Informieren Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen darüber, wann Ihr letzter Arbeitstag sein wird. Planen Sie Zeit ein, um sich von allen persönlich zu verabschieden. Wenn das Verhältnis gut war, dann bringen Sie Kaffee und Kuchen mit oder spendieren Sie einen Feierabenddrink, und behalten Sie die gute Stimmung beim Abschied in Erinnerung.

Wer weiß, wen Sie wo wieder treffen

Gut möglich, dass Sie die Nase voll haben, und lieber schon gestern als heute weg wären. Sorgen Sie trotzdem – oder erst recht – für einen möglichst positiven letzten Eindruck. Das wird Sie viel Energie kosten. Aber es lohnt sich. Denn wie heißt es so schön: „Man trifft sich im Leben immer zweimal.“ Sie wissen heute nicht, ob Sie später irgendwann einmal froh sind, auf Ihren alten Arbeitgeber oder auf ehemalige Kolleginnen und Kollegen zurückgreifen zu können. Sei es, weil Sie eine Referenz oder eine Empfehlung brauchen, oder weil Sie beruflich in irgendeiner Form wieder miteinander zu tun haben. Dann sollten keine ungeklärten Konflikte mehr in der Luft liegen. Das ist nicht nur für Ihre Karriere wichtig, sondern auch für Ihr eigenes Wohlbefinden.

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