Das verbirgt sich hinter Controlling

In Ihrem Arbeitsalltag begegnen Ihnen immer wieder betriebswirtschaftliche Begriffe, die aus dem Controlling kommen. So werden beispielsweise bestimmte Kennzahlen erarbeitet und anschließend mithilfe diverser Berechnungen analysiert.

Abhängig von der Hierarchieebene gibt es 3 unterschiedliche Controllingformen:

  • Um langfristige Entscheidungen (z.   B. Erschließung neuer Märkte) treffen zu können, ist die Geschäftsleitung Ihres Unternehmens auf strategisches Controlling angewiesen. Hierbei kommt häufig die SWOT-Analyse zum Einsatz. Dabei werden zu einem bestimmten Aspekt sowohl die Schwächen und Stärken als auch die Risiken und Chancen erarbeitet.
  • Da die mittlere Führungsebene (z. B. Bereichsleiter) die Ziele der Geschäftsführung mit ihren jeweiligen Teams umsetzen müssen, erhalten Sie bei der Planung Unterstützung durch taktisches Controlling.
  • Mithilfe des sogenannten operativen Controllings werden kurzfristige Maßnahmen (z. B. akute Strategien zur Kostensenkung) innerhalb des Geschäftsjahres initiiert.

Für alle die gleichen Rahmenbedingungen

Um nicht im luftleeren Raum bzw. unter unterschiedlichen Voraussetzungen zu agieren, arbeiten sowohl Ihr Chef als auch Ihr Controller mit folgenden betriebswirtschaftliche Kennzahlen.

  • Cashflow: Dieser errechnet sich aus den Einnahmen abzüglich der Ausgaben. Prinzipiell gilt: Je besser das Ergebnis des Cashflows ist, desto besser steht Ihr Unternehmen wirtschaftlich dar.
  • Rentabilität: Hier ist nicht nur der Betrag interessant, der erwirtschaft wurde, sondern auch, ob sich der finanzielle Einsatz gelohnt hat. Dies ist wichtig zu wissen, um die Wirtschaftlichkeit beispielsweise von neuen Produkten, Verfahren und Investitionen überprüfen zu können. Die Rentabilität kann dabei sowohl in Bezug zum Eigenkapital, zum Gesamtkapital und zum Umsatz spezifiziert werden.
  • Besonders interessant ist für die meisten Unternehmensverantwortlichen der Return of Investment (ROI): Denn mithilfe der Formel

    Umsatzrentabilität x Umsatz
    investiertes Kapital

    können Sie ermitteln, wie schnell die eingesetzten Finanzmittel zurückkommen bzw. sich vervielfältigen.

Es muss sich rechnen

Spätestens zum Ende eines Ge-schäftsjahres prüft Ihr Vorgesetzter den Deckungsbeitrag des von ihm verantworteten Angebots. Hierfür zieht er vom Umsatz alle Kosten (z.   B. Marketingausgaben, Mitarbeitergehälter, Leasingkosten) sowie einen angemessen Gewinnanteil ab. Sieht das Ergebnis positiv aus, wird er das Angebot so beibehalten bzw. dieses entsprechend ausweiten.

Allerdings sind die Geschäftsführung, die Controller und Ihr Chef so realistisch, dass sie nicht unmittelbar von neuen (Produkt-)Entwicklungen Gewinne erwarten. Sie beobachten jedoch aufmerksam die Nachfrage durch die Kunden, um erkennen zu können, wann der Break-Even-Point erreicht wird. Ab diesem Punkt muss Ihr Unternehmen nämlich kein Kapital mehr einsetzen – im besten Fall beginnt es nun, Geld zu verdienen.

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