Das grammatische Geschlecht: Der Sonne, die Mond

Sachen sind im Englischen in der Regel auch vom grammatischen Geschlecht, vom Genus also, sächlich. Doch es gibt einige Besonderheiten beim Genus von Sachen, Tieren und auch von Ländern. Hier erfahren Sie, wie Sie immer das richtige Genus wählen.

Im Deutschen hat jedes Nomen ein erkennbares Genus. Man erkennt es am Artikel, an der Deklination eines zugehörigen Adjektivs – und spätestens dann, wenn mithilfe eines Pronomens darauf Bezug genommen wird, wie im Beispiel „der dicke Hund – er“.

Der englische Artikel „the“

Im Englischen kann man das Genus am einheitlichen Artikel „the“ nicht erkennen – und auch nicht an der Deklination eines Adjektivs. Aber sobald Pronomen zum Einsatz kommen, muss man das richtige Genus kennen.

Die Grundregel für Sachen und Tiere ist im Englischen ganz einfach:

Sachen und Tiere sind in der Regel sächlich. Das Pronomen dazu ist „it“.

„In der Regel“, das deutet schon auf Ausnahmen hin. Hier sind sie.

Tiere

Tiere können generell – zumindest sprachlich – als Sachen behandelt und dann auch mit „it“ bezeichnet werden.

Doch wenn man ein enges Verhältnis zu einem Tier hat, kann man auch das Pronomen wählen, das dem natürlichen Geschlecht des Tieres entspricht – also beispielsweise eine weibliche Katze als „she“ oder einen männlichen Hamster als „he“ bezeichnen.

Ein Beispiel: „John has a dog named Annabelle. He likes to tease her.“

Autos, Schiffe und mehr Auch wenn es um Fortbewegungsmittel wie Autos, Schiffe oder Flugzeuge geht, kann ein inniges Verhältnis des Sprechers/der Sprecherin dazu führen, dass er oder sie nicht „it“ als Pronomen wählt, sondern „she“.

Zum Beispiel: „The Titanic sank after she hit an iceberg.“

Sonne und Mond

Diese beiden Himmelskörper sind in Gedichten so oft vermenschlicht worden, dass es nicht ungewöhnlich ist, sie „persönlicher“ als andere Dinge zu betrachten. Im Englischen ist es aber genau andersherum als im Deutschen: „the sun“ ist männlich, „the moon“ weiblich.

Ein Beispiel dafür ist der folgende Auszug aus „Sing-Song“ von Christina Rossetti.

Is the moon tired?
She looks so pale
Within her misty veil:
She scales the sky from east to west
And takes no rest.
Before the coming of the night
The moon shows papery white;
Before the dawning of the day
She fades away.

Länder und Staaten

Auch Länder können „persönlicher“ als mit dem sächlichen „it“ bezeichnet werden. Politiker tun dies gerne in patriotischen Ansprachen. Man wählt dann das weibliche „she“ – zum Beispiel in Reden, in denen es um die Größe des Landes oder besondere Leistungen seiner Bürger/-innen geht.

Ein Beispiel von Alexis de Tocqueville (1805–1859), einem französischen Publizisten, Politiker und Historiker, der als Begründer der vergleichenden Politikwissenschaft gilt und in seinem Buch „Über die Demokratie in Amerika“ schreibt: „America is great because she is good. If America ceases to be good, America will cease to be great.“ 

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