Auswertungen mit Excel

Nach der Umfrage ist vor der Auswertung. Haben Sie alle Fragebögen zurückerhalten, geht es an die Datenanalyse. Mit den Statistikfunktionen in Excel lassen Sie Ihre Zahlen sprechen.

Wenn es um die Beantwortung von Fragen aus statistischem Material geht, sind die dahinterstehenden Formeln und Funktionen meist gar nicht besonders kompliziert. So ist die Berechnung des Durchschnitts eigentlich bereits Grundschülern möglich. Die Herausforderung liegt hier meist in der großen Zahl der Ausgangselemente und deren unübersichtlichen Darstellung. Für dieses Beispiel sind die Ergebnisse einer Umfrage in Excel eingelesen worden. Ausgangspunkt war eine Befragung von Teilnehmern eines Kurses. Als Ergebnis liegen fünf Spalten vor. Die Nummer des Fragebogens, die Angabe des Geschlechts, das Alter der befragten Person, die Bewertung des Kurses (ermittelt durch Punkte, die zwischen 0 und 10 liegen durften) und schließlich die eigene Erfahrung des Teilnehmers. Zu den einfachen Fragestellungen zählt die Aufschlüsselung nach Geschlechtern. Markieren Sie die Felder des Fragebogens mit der Maus und wechseln Sie danach in das Register Einfügen. Im Abschnitt Tabellen entscheiden Sie sich für Pivot-Table. Excel möchte von Ihnen im nachfolgenden Dialog wissen, ob das Objekt auf einem neuen Tabellenblatt oder in einem bereits vorhandenen platziert werden soll. Außerdem wird Ihnen zur Sicherheit auch noch einmal der Datenbereich angezeigt, der ausgewertet werden soll (* Abb. 9).

* Abb. 9: Um eine Pivot-Tabelle anzulegen, ist zunächst der Wertebereich zu definieren.

Jetzt wandelt sich die Ansicht. Im Aufgabenbereich auf der rechten Seite sind im oberen Teil alle Datenfelder Ihres markierten Bereichs zu sehen. Darunter dann vier verschiedene Abschnitte. Es handelt sich dabei um einen mehrdimensionalen Filter. Mit einem Klick auf Geschlecht wird das Feld in den Abschnitt Zeilenbeschriftung verschoben. Das Aussehen der kleinen Tabelle ändert sich entsprechend. Allerdings besitzt die Tabelle so noch wenig Aussagekraft, denn Sie sehen jetzt lediglich die beiden Optionen für männliche und weibliche Teilnehmer der Umfrage. Klicken Sie in der Feldliste am rechten Rand erneut auf Geschlecht, lassen Sie die Maustaste gedrückt und ziehen Sie den Eintrag jetzt in das Feld Werte. In der Tabelle können Sie nun unmittelbar die Gesamtzahl der Fragebögen ablesen und auch die absolute Verteilung der beiden Geschlechter. Binnen Sekunden ermitteln Sie aus den absoluten Werten auch die prozentuale Verteilung. Dazu klicken Sie auf den kleinen Pfeil neben dem Eintrag in der Rubrik Werte. Wählen Sie dort nun Wertfeldeinstellungen aus. Im nachfolgenden Dialog wechseln Sie in das Register Werte anzeigen als. Im Listenfeld entscheiden Sie sich nun für % des Gesamtergebnisses. Statt der absoluten Zählung sehen Sie jetzt, wie sich die männlichen und weiblichen Teilnehmer in der Umfrage prozentual verteilt haben (* Abb. 10).

* Abb. 10: Mit wenigen Mausklicks erkennen Sie etwa die Verteilung nach Geschlechtern.

Zwei Fragestellungen, die in diesem Beispiel auftauchen könnten, sind sicherlich, wie sich die Bewertung des Kurses in den verschiedenen Altersgruppen darstellt und ob die Erfahrung mit dem Thema Auswirkungen auf die Bewertung hatte. Dazu wird das Feld Alter in den Abschnitt Zeilenbeschriftungen gezogen. Die verschiedenen Altersangaben werden jetzt untereinander platziert. Ziehen Sie anschließend die Bewertungen in den Wertebereich. Klicken Sie in der Tabelle jetzt eine Altersangabe an. Wechseln Sie in das Menüband PivotTable-Tools und im Abschnitt Gruppieren auf Gruppenfeld. Wenn Sie es bei der voreingestellten automatischen Gruppierung belassen würden, wird Excel die Angaben zum Alter anhand der realen Werte aufschlüsseln. Üblich sind bei Altersangaben aber andere Strukturen. Deaktivieren Sie also die Optionsfelder. Tragen Sie hier etwa die Werte 18 und 55 ein und nutzen Sie als Abstand die Zahl 9 (* Abb. 11).

* Abb. 11: Durch die Gruppierung von Werten schaffen Sie zusätzliche Übersicht.

Jetzt werden die Altersangaben zusammengefasst. Die Bewertungen sind aber immer noch als Summen definiert. Um mehr Aussagekraft zu erhalten, rufen Sie erneut das Kontextmenü unter Werte auf. In den Wertfeldeinstellungen entscheiden Sie jetzt für Mittelwert. Jetzt können Sie ablesen, wie der Kurs im Mittel in den von Ihnen gebildeten Altersgruppen bewertet wurde.

Wie sieht es mit dem Einfluss und der Bewertung des Kurses aus? Gruppieren Sie erneut um. In den Zeilenbeschriftungen legen Sie diesmal nicht das Alter, sondern die Angabe zur Erfahrung ab und gruppieren nach Ihren Wünschen. Ist die Frage von Interesse, ob es hier Auffälligkeiten zwischen den Geschlechtern gibt? Ziehen Sie doch einfach den Eintrag Geschlecht in den Abschnitt Spaltenbeschriftung (* Abb. 12).

* Abb. 12: Dank der Pivot-Funktion sehen Sie jetzt, wie der Kurs, in Abhängigkeit der Erfahrungen mit dem Thema, im Mittel bewertet wurde und erkennen auch Unterschiede in Abhängigkeit der Geschlechter.

Praktischerweise können Sie solche Pivot- Tabellen wie jede andere Tabelle in Berichte und Aufstellungen übernehmen. Wenn Sie die Aufstellung für Ihre Präsentation mit der Maus markieren und über die Zwischenablage nach Word oder PowerPoint einfügen, haben Sie so stets einen Beleg für Ihre Thesen und Aussagen.

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